Ferritisches Gefüge
Ferritisches Gefüge ist eine weiche, duktile und magnetische Phase von Eisen mit kubisch-raumzentrierter Kristallstruktur. Es hat geringe Kohlenstofflöslichkeit und prägt das Verformungsverhalten unlegierter Baustähle.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Das ferritische Gefüge besteht aus kubisch-raumzentrierter Kristallstruktur (γ-Phase). Es hat geringe Kohlenstofflöslichkeit und bildet sich bei niedrigen Temperaturen und langsamem Abkühlen. Die Atome sind gut angeordnet, was zu weicher und duktiler Eigenschaften führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ferritisches Gefüge ist typisch für unlegierte Stähle und hat gute Verformbarkeit. Bei zu schnellem Abkühlen kann es jedoch zu Martensitbildung kommen, was die Härte erhöht und die Duktilität verringert. Dies kann zu Rissen und Heißrissen führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um ferritisches Gefüge bei Schweißen zu erhalten, kühle die Naht langsam ab (t8/5 > 25 s). Verwende geeignete Schutzgas oder Isolierungsmethoden. Bei hoher Kohlenstoffgehalt kann das Gefüge zu Martensit wechseln, was bei zu schnellem Abkühlen geschieht.