← Glossar

Ferritisches Gefüge

Ferritisches Gefüge ist eine weiche, duktile und magnetische Phase von Eisen mit kubisch-raumzentrierter Kristallstruktur. Es hat geringe Kohlenstofflöslichkeit und prägt das Verformungsverhalten unlegierter Baustähle.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Das ferritische Gefüge besteht aus kubisch-raumzentrierter Kristallstruktur (γ-Phase). Es hat geringe Kohlenstofflöslichkeit und bildet sich bei niedrigen Temperaturen und langsamem Abkühlen. Die Atome sind gut angeordnet, was zu weicher und duktiler Eigenschaften führt.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Ferritisches Gefüge ist typisch für unlegierte Stähle und hat gute Verformbarkeit. Bei zu schnellem Abkühlen kann es jedoch zu Martensitbildung kommen, was die Härte erhöht und die Duktilität verringert. Dies kann zu Rissen und Heißrissen führen.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um ferritisches Gefüge bei Schweißen zu erhalten, kühle die Naht langsam ab (t8/5 > 25 s). Verwende geeignete Schutzgas oder Isolierungsmethoden. Bei hoher Kohlenstoffgehalt kann das Gefüge zu Martensit wechseln, was bei zu schnellem Abkühlen geschieht.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.