Flächenkorrosion
Flächenkorrosion ist ein gleichmäßiger Materialabtrag über die gesamte freiliegende Metalloberfläche durch korrosiven Angriff. Sie ist messtechnisch gut kalkulierbar und führt selten zu plötzlichem Bauteilversagen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Flächenkorrosion entsteht durch die chemische Reaktion zwischen dem Metall und einem korrosiven Umgebungsstoff, wie Luft oder Wasser. Ein typisches Beispiel ist das Rosten von Stahl, bei dem Eisen mit Sauerstoff und Wasser reagiert und Eisensulfat bildet.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Flächenkorrosion kann zu langfristigem Materialverschleiß führen, was die Lebensdauer von Bauteilen reduziert. Sie kann auch zu mechanischen Rissen und Verformungen führen, wenn das Metall stark anzieht oder sich vergrößert. In der Schweißwerkstatt kann Flächenkorrosion durch schlechte Oberflächenbehandlung oder fehlende Schutzmassnahmen entstehen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Flächenkorrosion zu vermeiden, sollten Metalle vor dem Schweißen gründlich gereinigt und geschützt werden. Verwenden Sie bei Bedarf Korrosionsbekämpfungsmittel wie Lacke oder Sprühmittel. Achten Sie auf eine korrekte Schutzschichtbildung durch die Wahl des richtigen Schweißverfahrens und der passenden Füllstoffe. Bei bestehender Flächenkorrosion sollten Sie das Metall gründlich gereinigt und evtl. mit Korrosionsbekämpfungsmitteln behandelt werden.