Frequenzmodulierte Wirbelstromprüfung
Frequenzmodulierte Wirbelstromprüfung nutzt wechselnde Frequenzen, um verschiedene Eindringtiefen in einem Messzyklus zu erreichen. Dies ermöglicht eine tiefenaufgelöste Charakterisierung von Werkstoffschäden.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Frequenzmodulierte Wirbelstromprüfung (FMW) verwendet einen Wechselstrom mit variierenden Frequenzen. Diese unterschiedlichen Frequenzen beeinflussen die Eindringtiefe des magnetischen Feldes in den Metallteil. Eine niedrige Frequenz erlaubt eine tiefe Eindringtiefe, während eine hohe Frequenz nur eine kurze Tiefe erreicht.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die FMW ermöglicht es, Werkstoffschäden in verschiedenen Tiefen zu erkennen. Dies ist besonders wichtig für die Prüfung von Schweißnahtsgebieten und anderen kritischen Bereichen. Falsche Einstellungen oder eine fehlerhafte Durchführung können zu ungenauen Ergebnissen führen, was wiederum zu falschen Schlüssen und möglichen Risiken im Bauwerk oder Maschinenbau führt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die FMW korrekt durchzuführen, müssen folgende Schritte beachtet werden:
1. Gerät einstellen: Setze den Generator auf eine Frequenzbereichswechselung, die von 5 kHz bis 20 kHz reicht.
2. Messzyklus definieren: Bestimme einen Messzyklus mit mindestens drei unterschiedlichen Frequenzen (z.B. 5 kHz, 10 kHz und 20 kHz).
3. Durchführung: Leite den Strom durch das Metallteil und beobachte die Veränderungen in der Eindringtiefe des magnetischen Feldes.
4. Auswertung: Analysiere die Ergebnisse und vergleiche sie mit den Referenzwerten, um Werkstoffschäden zu identifizieren.