Friction-Surfacing-Beschichtung
Ein Verfahren zum Aufbringen verschleißfester Schichten durch axiales Anpressen und Rotieren eines Stabes auf dem Substrat. Es arbeitet gänzlich ohne Schutzgas oder Zusatzpulver.
Beim Friction Surfacing wird ein rotierender Stab aus dem Beschichtungswerkstoff unter Druck auf das Bauteil gedrückt. Durch die Reibung plastifiziert die Stabspitze und wird als gleichmäßige, dünne Schicht auf der Oberfläche abgeschieden – quasi wie ein metallischer Klebstoff, der aufgetragen wird.
Das Verfahren eignet sich gut für verschleißfeste oder korrosionsbeständige Schichten. Die Einstellung von Druck und Drehzahl ist dabei das A und O: Zu wenig Druck und die Schicht haftet nicht richtig, zu viel davon und das Material quetscht seitlich raus oder reißt ab. Du musst ein Gefühl dafür bekommen, wie der Stab sauber "fließt".
Wichtig ist auch die Wärmezufuhr. Wenn der Stab zu heiß wird, verbrennt er oder die Schicht wird porös. Ist er zu kalt, klebt er nicht. Die richtige Kombination aus Anpressdruck und Vorschubgeschwindigkeit findest du am besten über ein paar Versuchsstücke, bis das Auftragsergebnis sauber und porenfrei aussieht.