Galvanik
Galvanik ist das elektrolytische Abscheiden einer Metallschicht – etwa Zink, Chrom oder Nickel – auf einem Grundwerkstoff zum Schutz vor Korrosion oder Verschleiß.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Beim Galvanisieren wird das Werkstück in ein Elektrolytbad getaucht und als Kathode geschaltet. Metallionen aus der Lösung lagern sich als dünne, gleichmäßige Schicht auf der Oberfläche ab. So entstehen Überzüge aus Zink, Chrom, Nickel, Kupfer oder Zinn.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Galvanische Schichten verdampfen oder verbrennen beim Schweißen und können Poren, Spritzer und gesundheitsschädliche Dämpfe verursachen. Chromschichten können beim Erhitzen Chrom(VI)-Verbindungen freisetzen. Die Schicht muss an der Schweißstelle entfernt und danach erneuert werden.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Beschichtete Flächen vor dem Schweißen beidseitig der Naht abschleifen, mit Absaugung arbeiten und den Korrosionsschutz nach dem Schweißen wieder aufbauen.