Gitterkohärenz
Gitterkohärenz ist der Zustand, bei dem das Gitter des neu gebildeten Partikels kontinuierlich in das Umgebungsgitter übergeht. Dies führt zu hoher elastischer Spannung und verfestigt den Werkstoff.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Gitterkohärenz tritt auf, wenn die Kristallstruktur des neu gebildeten Partikels an der Phasengrenze mit der des Umgebungsmetalls identisch ist. Die Netzebenen übergehen kontinuierlich, was zu hoher elastischer Spannung führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Gitterkohärenz kann zu erhöhter Zähigkeit und Festigkeit des Werkstoffs beitragen. Allerdings kann sie auch zu erhöhtem Wachstum von Rissen und Heißrissen führen, wenn die Spannungen nicht korrekt abgebaut werden. Dies kann insbesondere bei hohen Schweißgeschwindigkeiten und starken Spannungsfeldern auftreten.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Gitterkohärenz zu minimieren und die Risiken zu reduzieren, sollten folgende Maßnahmen getroffen werden:
• Verwenden Sie eine geschwindigkeitskontrollierte Schweißung (VCC).
• Halten Sie die maximale Schweißgeschwindigkeit unter 10 mm/s.
• Stellen Sie sicher, dass das Umgebungsgitter korrekt abgebaut wird, indem Sie die Abkühlschritte kontrollieren und die erforderlichen Zeitspannen einhalten.