Globulare Ausscheidung
Globulare Ausscheidung bildet runde, feine Partikel innerhalb des Stahls, die die mechanische Widerstandskraft erhöhen und Versetzungsbewegungen blockieren.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Globulare Ausscheidung entsteht durch die gezielte Bildung von runden Partikeln innerhalb der metallischen Matrix. Diese Partikel können aus verschiedenen Materialien wie Silizium oder Nickel bestehen und dienen dazu, die Versetzungsbewegungen in der Kristallstruktur zu blockieren.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die globulare Ausscheidung erhöht die Härte des Stahls und verbessert seine mechanischen Eigenschaften. Allerdings kann ein unkontrollierter Ausscheidungsprozess zu einer Verschärfung der Naht führen, was zu Heißrissen und geringerer Zähigkeit führt. Es ist wichtig, die Ausscheidung zu kontrollieren, um eine optimale Schweißnaht zu gewährleisten.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um globulare Ausscheidung erfolgreich einzubauen, sollte der Schmelzbad-Gehalt des Ausscheidungsmaterials genau gesteuert werden. Bei Stählen mit Silizium-Ausscheidung beträgt der optimale Gehalt typischerweise zwischen 0,1% und 0,3%. Die Schweißnaht sollte langsam abgekühlt werden (t8/5 > 25 s), um eine gleichmäßige Ausscheidung zu gewährleisten. Bei zu schneller Abkühlung kann die Ausscheidung unregelmäßig und zu Verschärfung führen.