Graphitierungsgrad
Der Graphitierungsgrad gibt an, wie viel freies Graphit in einem Eisengusslegierungsgefüge vorhanden ist. Ein hoher Grad führt zu weicherem, aber weniger zähiger Materialien.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Graphitierung ist der Prozess, bei dem Kohlenstoff in Eisengusslegierungen ausgeschieden wird und als freies Graphit im Gefüge bleibt. Dieser Vorgang hängt von den Zusatzstoffen wie Silicium und dem Schmelzprozess ab.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein hoher Graphitierungsgrad kann zu einer weichereren Legierung führen, was die Zähigkeit und Festigkeit reduziert. Dies erhöht das Risiko von Rissen und Verformungen bei mechanischen Belastungen. Bei einem zu hohen Graphitgehalt kann auch die Schweißnaht vergröbert werden und ihre Härte reduziert.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um einen optimalen Graphitierungsgrad zu erreichen, sollte der Kohlenstoffgehalt und das Silicium-Gehalt in der Legierung genau kontrolliert werden. Bei Schweißen von hochgraphitischen Legierungen ist eine sorgfältige Kontrolle der Abkühlschritte erforderlich, um Risse zu vermeiden. Empfohlene Abkühldauer: 10-20 Minuten pro cm³ Material.