Grenzlastspielzahl
Die Grenzlastspielzahl ist der Punkt in der Wöhlerkurve, wo die Kurzzeitfestigkeit in die Langzeitfestigkeit übergeht. Sie gibt das Ende des reinen Zeitfestigkeitsbereichs an.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Grenzlastspielzahl (GLS) ist der Schnittpunkt zwischen der Kurzzeit- und der Langzeit-Dauerschwingfestigkeit in der logarithmischen Wöhlerkurve. Sie markiert das Ende des reinen Zeitfestigkeitsbereichs, wo die Materialbeanspruchung langfristig wirkt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Bei überkritischer Beanspruchung kann das Material vor der Grenzlastspielzahl plötzlich scheitern. Dies führt zu Rissen und Verformungen, insbesondere bei hohen Temperaturen und schnellem Abkühlen. Ein zu niedriger GLS-Wert erhöht die Gefahr von Heißrissen und Reduziert die Lebensdauer des Bauteils.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Grenzlastspielzahl zu maximieren, ist es wichtig, eine optimale Abkühlschritte zu gewährleisten. Dies beinhaltet das Vermeiden von schnellem Abkühlen und das Einhalten der korrekten Schweißparameter. Bei Stählen mit hohem Kohlenstoffgehalt (z.B. HSS) ist die GLS besonders wichtig, da sie eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Heißrissen bietet. Die genaue GLS-Wert sollte je nach Material und Anwendung festgelegt werden.