Härteprüfung an Schweißverbindungen
Die Härteprüfung misst den Widerstand eines Werkstoffs gegen das Eindringen eines Prüfkörpers über die Schweißnaht. Sie identifiziert unzulässige Härteerhöhungen, die auf Aufhärtungsneigungen hindeuten.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Härteprüfung misst den Widerstand eines Werkstoffs gegen das Eindringen eines genormten Prüfkörpers. Dies wird durch Drücken des Prüfkörpers auf die Schweißnaht durchgeführt und misst, wie tief der Körper in den Metall eindringt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Unzulässige Härteerhöhungen im Gefüge können zu Rissen und Zerbrechen führen. Eine zu harte Schweißnaht kann auch die mechanischen Eigenschaften des Materials beeinträchtigen, was insbesondere bei hochbeanspruchten Anwendungen gefährlich sein kann.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Die Härteprüfung wird mit einem Brinell- oder Rockwell-Härtester durchgeführt. Der Prüfkörper wird auf die Schweißnaht gedrückt und die Tiefe des Eindringens gemessen. Für Stahlweldungen sollte die Härte der Naht nicht mehr als 1,2 bis 1,5-mal so hoch sein wie das Basemetall. Bei unzulässigen Ergebnissen ist eine erneute Schweißung erforderlich.