Härteprüfung nach Vickers (HV)
Die Härteprüfung nach Vickers misst die Metallhärte durch Einprägen einer Diamantpyramide unter Druck. Die Härte berechnet sich aus dem Lastmass und der Fläche des Pyramidenkörpers.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Härteprüfung nach Vickers misst die Metallhärte durch das Einprägen einer vierseitigen Diamantpyramide unter einem definierten Druck. Der Druck wird in Newton (N) oder Kilogramm (kgf) angegeben, und die Fläche des eingeprägten Pyramidenkörpers wird in Quadratmillimeter (mm²) gemessen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Härteprüfung nach Vickers ist besonders nützlich für Metalle mit komplexen Gefügen oder bei hohen Härten. Falsche Messung kann zu fehlgeleiteten Entscheidungen führen, da die Härte stark von der Prägungstiefe und dem Lastmass abhängt. Ein zu großer Druck kann das Material beschädigen, während ein zu niedriger Druck ungenaue Ergebnisse liefert.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Für eine genaue Härteprüfung nach Vickers:
• Verwende einen definierten Lastmass von 1 kgf oder 50 N.
• Präge die Pyramide in der Mitte des Probenstücks.
• Mess die Diagonale des eingeprägten Pyramidenkörpers genau.
• Berechne die Härte (HV) mit der Formel: HV = Lastmass / Fläche.