Hastelloy-Interkristalline-Korrosion
Hastelloy-Interkristalline-Korrosion ist eine selektive Korrosionsart in Nickellegierungen, die durch unzulässige thermische Einwirkung entsteht. Lokale Verarmung an Korngrenzen führt zu rissigen Schweißnahtsgebieten.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Hastelloy-Interkristalline-Korrosion tritt in Nickellegierungen auf, wenn sie unzulässig heiß werden. Lokale Verarmung an Korngrenzen von Chrom oder Molybdän führt zu einer selektiven Angriffsfähigkeit des Stoffes. Dies kann durch unvollständige Schmelze oder unzureichende Kühldauer während des Schweißens verursacht werden.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Diese Korrosion führt zu rissigen und fehlenden Schweißnahtsgebieten, was die mechanische Stärke der Verbindung stark beeinträchtigt. Es kann auch zu einer verminderten Lebensdauer des Bauteils führen. Die Gefahr ist besonders hoch bei hohen Temperaturen und unzureichender Kühlung.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Hastelloy-Interkristalline-Korrosion zu vermeiden, muss die Schweißnaht sorgfältig gekühlt werden. Die Kühldauer sollte mindestens 10 Sekunden betragen, um eine gleichmäßige Verarmung der Legierung sicherzustellen. Temperaturkontrolle während des Schweißens ist entscheidend, um unvollständige Schmelze zu vermeiden.