Hastelloy-Spannungsrisskorrosion
Hastelloy-Spannungsrisskorrosion ist eine schlagartige, rissförmige Schädigung von Hastelloy-Gefügen unter Zugspannungen und Chloriden. Die hohe Reinheit der Legierung minimiert dieses Risiko.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Hastelloy-Spannungsrisskorrosion entsteht, wenn nickel-molybdän-basierte Legierungen unter Zugspannungen und Chloriden in Kontakt kommen. Die Spannungen können Risse im Material vergrößern, die dann von Chlorid-Ionen angegriffen werden. Dies führt zu einer schnellen, rissförmigen Zerstörung des Gefüges.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Diese Korrosion kann zu plötzlichen Rissen und Versagen der Bauteile führen, insbesondere in chemischen oder marinen Umgebungen. Die hohe Legierungsreinheit von Hastelloy minimiert dieses Risiko, da sie weniger Chlorid-Ionen aufnimmt und die Spannungen im Material besser abträgt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Hastelloy-Spannungsrisskorrosion zu vermeiden, sollten:
• Die Schweißnaht so genau wie möglich geführt werden, um Spannungen zu minimieren.
• Chloride im Umfeld des Bauteils vermieden oder neutralisiert werden.
• Bei der Auswahl von Materialien die Reinheit und das korrekte Zusammensetzen der Hastelloy-Legierung beachtet werden.