Heterogene Keimbildung
Keimbildung, die bevorzugt an bereits vorhandenen Oberflächen wie Fremdpartikeln, Korngrenzen oder Behälterwänden stattfindet. Sie benötigt deutlich weniger Energie als das spontane Entstehen neuer Keime in einer reinen Schmelze.
Heterogene Keimbildung passiert an Verunreinigungen, Korngrenzen oder der Oberfläche. Die Kristalle brauchen dort weniger Energie zum Starten, die Schmelze erstarrt also schneller und ungleichmäßiger. Das Risiko ist, dass du ein grobes oder uneinheitliches Gefüge bekommst und Poren entstehen, weil die Kristalle nicht sauber zusammenwachsen.
In der Praxis heißt das: Halte das Schmelzbad sauber, entferne Zunder und Schmutz vor dem Schweißen. Wenn du die Abkühlung nicht im Griff hast, wird das Gefüge schnell spröde und rissanfällig. Sauberes Material und ein ruhiges, kontrolliertes Schweißen verhindern die meisten Probleme.