Hochfrequentes Hämmern
Hochfrequentes Hämmern ist ein Verfahren zur Verbesserung der Randschichtstruktur an geschweißten Stellen durch schnelle, gezielte Schläge. Es reduziert das Ermüdungsverhalten und vergrößert die Lebensdauer von Bauteilen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Hochfrequentes Hämmern erzeugt durch schnelle Schläge mechanische Spannungen in der Randschicht des geschweißten Materials. Diese Spannungen führen zu mikroskopischen Verformungen und Neubildung von Kristallstruktur, was die Festigkeit erhöht.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Das Verfahren verbessert die mechanische Zähigkeit und das Ermüdungsverhalten der Randschicht, reduziert die Anfälligkeit für Risse und erhöht die Lebensdauer von Bauteilen. Falsche Anwendung oder zu hohe Hämmerspannungen können jedoch zu Oberflächenbeschädigungen oder zu hohem Spannungszustand führen, was wiederum das Risiko von Rissen erhöht.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwenden Sie ein Hochfrequenzhämmersystem mit einer Frequenz von mindestens 10 kHz. Die Hämmerspannung sollte zwischen 5 und 20 N liegen, abhängig vom Material und der Bauteilgröße. Betreiben Sie das Verfahren für eine Zeit von 30 bis 60 Sekunden pro Stelle, um die gewünschte Verbesserung zu erreichen. Achten Sie darauf, dass die Randschicht sauber ist und keine Schmutzpartikel vorhanden sind, da diese zu Beschädigungen führen können.