Impulsfrequenz
Die Anzahl der Strompulse pro Sekunde beim Impulsschweißen bestimmt die Feingliedrigkeit der Nahtschuppung und beeinflusst die Entgasung des Schmelzbads.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Impulsfrequenz legt fest, wie oft pro Sekunde ein Stromimpuls durch den Werkstoff geht. Bei jeder Pulse wird der Metallteil aufgeheizt und abgekühlt, was zu einer feinen Schuppung führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine hohe Impulsfrequenz (z.B. 100 Hz) verursacht eine dünne, glatte Nahtschuppung und verbessert die Entgasung des Schmelzbads, was zu einer feinstrukturierten Kornbildung führt. Eine niedrige Frequenz (z.B. 20 Hz) kann zu einer groberen Schuppung und schlechterer Entgasung führen, was Risiken für Porenbildung und Risse birgt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Für eine feine Nahtschuppung und gute Entgasung wähle eine Impulsfrequenz von 50 bis 100 Hz. Bei schwer zu schweißenden Stoffen oder bei hohem Kohlenstoffgehalt kann eine Frequenz von 20 bis 40 Hz nötig sein, um die Schmelzprozesse besser zu kontrollieren.