Impulslichtbogen-Tastverhältnis
Das Verhältnis der Impulsdauer zur Gesamtperiode eines Pulszyklus im Lichtbogenschweißen. Es bestimmt den Wärmeeintrag und die thermische Belastung des Werkstoffs.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Das Impulslichtbogen-Tastverhältnis gibt an, wie lange der Lichtbogen während eines Pulszyklus aktiv ist. Ein höheres Tastverhältnis bedeutet eine längere Aktivierungszeit und somit einen größeren Wärmeeintrag in den Werkstoff.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu hohes Tastverhältnis führt zu einer zu starken thermischen Belastung, was zu Verformungen und möglichen Rissen im Werkstoff führen kann. Ein zu niedriges Tastverhältnis verhindert eine ausreichende Wärmeübertragung, was zu unzureichender Schweißbildung und fehlenden Bindungsfähigkeiten führt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um ein optimales Tastverhältnis zu erreichen, sollte der Prozessparameter so eingestellt werden, dass die thermische Belastung des Werkstoffs im kritischen Temperaturbereich liegt. Dies kann durch Anpassen der Impulsdauer und der Gesamtperiode des Pulszyklus erreicht werden. Ein typisches Tastverhältnis beträgt zwischen 20% und 50%, abhängig von den spezifischen Werkstoffeigenschaften und dem gewünschten Schweißresultat.