Inconel-Kornkorrosions-Anfälligkeit
Inconel-Kornkorrosion: Nickellegierungen mit hohem Karbidgehalt können selektiv an Korngrenzen korrodieren. Optimierte Kohlenstoffgehalte und Stabilisierungsglühungen reduzieren dieses Risiko.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Inconel-Legierungen enthalten Nickel, Niobium und andere Metalle mit hohem Karbidgehalt. Bei bestimmten Umgebungsbedingungen können diese Korbinden selektiv an den Grenzen zwischen verschiedenen Korngrößen korrodieren. Dies führt zu lokalen Stärkungswandeln und eventuell zu Rissen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Kornkorrosion kann die mechanische Festigkeit der Schweißnaht beeinträchtigen und zu Rissen oder Verschleiß führen. Dies ist besonders gefährlich in hohen Temperaturen oder aggressiven Umgebungen. Falsche Kohlenstoffgehalte oder unzureichende Stabilisierung können das Risiko erhöhen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Kornkorrosion zu minimieren, ist es wichtig, den Kohlenstoffgehalt in der Legierung genau zu kontrollieren. Bei Inconel-Legierungen sollte ein optimaler Kohlenstoffgehalt von etwa 0,15 % gewährleistet werden. Zusätzlich sollten Stabilisierungsglühungen durchgeführt werden, um die Korbinden festzulegen und ihre Anfälligkeit für die selektive Korrosion zu reduzieren.