Induktions-Rohrschweißen
Induktions-Rohrschweißen ist ein hochfrequentes Pressschweißverfahren, bei dem Rohrkanten durch induzierte Wirbelströme erwärmt und gestaucht werden. Es ermöglicht schnelle Längsnahtfertigung mit hohen Geschwindigkeiten.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Induktions-Rohrschweißen nutzt hochfrequente elektrische Felder, um die Rohrkanten zu erwärmen. Die Wirbelströme induzieren Elektromagnetfelder, die auf das Metall wirken und es heizen. Parallel dazu wird mechanisch Druck auf die Kanten ausgeübt, um sie zusammenzudrücken.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die schnelle Erwärmung und Abkühlung können zu ungleichmäßigen Temperaturverteilungen führen, was Risiken für die Gefüge und Härte der Naht birgt. Falsche Parameter können zu Heißrissen oder fehlenden Verbindungen führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Induktions-Rohrschweißen erfolgreich durchzuführen, müssen die Rohrkanten sauber und glatt sein. Die Frequenz und Leistung der Induktionseinheit sowie der Druck müssen genau eingestellt werden. Eine kontinuierliche Überwachung der Temperaturverteilung ist unerlässlich, um gleichmäßige Verbindungen zu gewährleisten.