Inert-Schutzgas
Inert-Schutzgas wie Argon oder Helium schützt das Schmelzbad beim WIG- und MIG-Schweißen vor Oxidation. Es reagiert nicht mit dem Metall.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Inert-Schutzgas wie Argon oder Helium hat eine hohe chemische Unreaktivität und bildet keine chemischen Bindungen mit dem flüssigen Metall. Es schafft eine dichte Schicht um das Werkstück, die atmosphärische Sauerstoff- und Wasserdampfdioxidmoleküle ausschließt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ohne Inert-Schutzgas entsteht Oxidation im flüssigen Schmelzbad, was zu Porenbildung und verminderten mechanischen Eigenschaften führt. Eine unzureichende Schutzgasversorgung kann zu Heißrissen und schlechten Schweißnahtqualitäten führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwenden Sie eine kontinuierliche Gasversorgung mit einem Fluss von mindestens 15 L/min für Argon oder Helium. Stellen Sie sicher, dass das Gas gut zur Schweißnaht geleitet wird und keine Luftblässe entstehen. Überprüfen Sie regelmäßig die Gasversorgungssysteme auf Lecks oder Blockierungen.