Inklusionen
Inklusionen sind nichtmetallische Einschlüsse wie Oxide, Sulfide oder Silikate im Stahl. Sie beeinträchtigen die Zähigkeit und können zu Rissen führen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Inklusionen sind fremde Phasen, die während der Stahlerzeugung oder Schweißverarbeitung im Metall eingeschlossen werden. Diese können aus Oxiden (z.B. FeO), Sulfiden (z.B. FeS) oder Silikaten (z.B. CaSiO3) bestehen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Inklusionen wirken als innere Kerben und können die mechanischen Eigenschaften des Stahls negativ beeinflussen. Sie vergrößern das Gefüge, reduzieren die Zähigkeit und erhöhen die Anfälligkeit für Risse und Heißrissen. Bei Schweißen kann der Aufbau von neuen Inklusionen durch chemische Reaktionen zwischen dem Stahl und den Schweißmitteln entstehen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Auswirkung von Inklusionen zu minimieren, ist es wichtig, eine saubere Schweißumgebung und korrekte Schweißparameter einzuhalten. Vermeide überhitzte Schweißnahte, da dies zu chemischen Reaktionen und der Bildung neuer Inklusionen führen kann. Bei schwer infizierten Stählen ist eine vorherige Oberflächenbehandlung oder das Anwenden von Deinklusionsmitteln erforderlich.