Inkongruentes Schmelzen von Loten
Inkongruentes Schmelzen von Loten: Das Aufschmelzen von Lotlegierungen über ein breites Temperaturintervall, bei dem sowohl feste als auch flüssige Phasen gleichzeitig existieren. Dies kann zu Entmischungstendenzen und ungleicher Verformung führen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Bei inkongruentem Schmelzen von Loten gibt es ein breites Temperaturintervall zwischen der Solidus- und Liquidustemperatur. In diesem Bereich existieren sowohl feste als auch flüssige Phasen nebeneinander. Die unterschiedlichen Phasen können sich untereinander bewegen und vermengen, was zu Entmischungstendenzen führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Inkongruentes Schmelzen kann zu ungleicher Verformung der Loten führen, da die feste Phase weniger flüssig ist und sich langsamer bewegt. Dies kann zu Spannungsbildungen und Rissen in den Loten resultieren. Zudem kann die Entmischung von Metallen und Legierungen zu einer veränderten chemischen Zusammensetzung führen, was die Eigenschaften der Schweißnaht beeinträchtigen kann.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um inkongruentes Schmelzen zu minimieren, sollten Loten mit geringer Spannung und gleichmäßiger Verformung verwendet werden. Die Schmelztemperatur sollte so eingestellt sein, dass das Schmelzintervall möglichst kurz gehalten wird. Dies kann durch die Wahl des richtigen Schweißverfahrens und der korrekten Lotenherstellung erreicht werden.