Interkristalline Korrosion
Interkristalline Korrosion attackiert die Grenzen zwischen Kristallkörnern, schärft diese und führt zu Zerstörung und Verlust von Festigkeit.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Interkristalline Korrosion erfolgt an den Grenzen zwischen den Kristallkörnern eines Metalls. Hier reagieren chemische Angriffe, die das Innere der Körner nicht berühren. Dies führt zu einer Schärfung der Korngrenzen und kann zu Zerstörung und Verlust von Festigkeit führen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Diese Korrosion kann zu Rissen, Schäden an den Grenzflächen zwischen Körnern und einem allgemeinen Verlust der mechanischen Eigenschaften des Materials führen. Bei schlechten Schweißparametern oder fehlenden Schutzmaßnahmen kann die Interkristalline Korrosion sich beschleunigen, was zu einer reduzierten Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Bauteile führt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Interkristalline Korrosion zu vermeiden oder zu minimieren, sollten folgende Maßnahmen getroffen werden:
• Verwenden Sie hochwertige Schweißmaterialien mit geringem Gehalt an Schadstoffen.
• Stellen Sie sicher, dass das Metall vor dem Schweißen sauber und frei von Korrosion ist.
• Halten Sie die Schweißparameter (Temperatur, Zeit) strikt unter Kontrolle.
• Wenden Sie nach dem Schweißen eine passende Oberflächenbehandlung an, um das Aufkommen von Korrosion zu verhindern.