← Glossar

Intermetallische Phasenbildung

Intermetallische Phasenbildung ist das Auftreten von Verbindungen aus verschiedenen Metallen mit festgelegten Zusammensetzungen und spröden Eigenschaften. Diese Phasen können die mechanischen Eigenschaften beeinträchtigen.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Intermetallische Phasen entstehen durch direkte Verbindung von Atomen verschiedener Metalle in einem festgelegten stöchiometrischen Verhältnis. Diese Verbindungen haben oft eine spröde Kristallstruktur und sind mechanisch weicher als die beteiligten Grundmetalle.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Intermetallische Phasen können in der Schweißnaht auftreten, insbesondere bei hohen Temperaturen und langen Wärmezeiten. Sie führen zu einer Verluste der Zähigkeit und erhöhen die Anfälligkeit für Risse und Verschleiß. Diese Phasen sind besonders gefährlich in steifen Stählen wie Martensit oder Ferrit.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um Intermetallische Phasenbildung zu vermeiden, sollten die Schweißzeiten minimiert und die Wärmezonen gesteuert werden. Bei hohen Spannungsgrenzwerten ist es besonders wichtig, dass das Material schnell abgekühlt wird (t8/5 < 10 s). Verwenden Sie für solche Stähle spezielle Schweißverfahren wie das Gas-Schweißen oder die Plasma-Schweißung, die eine schnelle Kühlung ermöglichen.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.