← Glossar

Interstitialer Kohlenstoffgehalt in Eisenkristalliten

Der Interstitialer Kohlenstoffgehalt beschreibt, wie viele Kohlenstoffatome sich in die Oktaederlücken des Eisenkristallgitters einfügen. Dies führt zu Gitterverzerrungen und erhöht die Härte des Stahls.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Kohlenstoffatome werden in die Oktaederlücken des Eisenkristallgitters eingeschlossen. Dies verursacht tetragonale Gitterverzerrungen, was das Kristallgitter unregelmäßig macht und seine mechanischen Eigenschaften beeinflusst.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Ein zu hoher Interstitialer Kohlenstoffgehalt kann zu erhöhter Härte und geringerer Ductilität führen. Dies kann zu Bruchrisiken und Schwierigkeiten bei der Formung des Stahls im Schweißprozess führen.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Beim Schweißen von Stählen mit hohem Interstitialer Kohlenstoffgehalt ist eine sorgfältige Kontrolle der Temperatur und der Kühlgeschwindigkeit entscheidend. Eine zu schnelle Kühlung kann zu glasharter Martensitbildung führen, während eine zu langsame Kühlung zur Vergröberung des Kornes und zur Reduzierung der Zähigkeit führt.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.