Interstitielle Fremdatomverzerrung
Interstitielle Fremdatomverzerrung: Kleine Atome wie Kohlenstoff, Stickstoff oder Wasserstoff in Zwischengitterplätzen des Metallgitters verzerren das Gitter und steigern die Festigkeit. Zu hohe Konzentrationen können aber auch zu Zerstörung der Kristallstruktur führen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Kleine Atome wie Kohlenstoff, Stickstoff oder Wasserstoff (Fremdatome) passieren in Zwischengitterplätzen des Metallgitters ein. Sie verzerren das Gitter und beeinflussen die Kristallstruktur.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Interstitielle Fremdatomverzerrung erhöht die Festigkeit und Zähigkeit des Materials, indem sie das Gitter verzerren. Allerdings kann eine zu hohe Konzentration dieser Atome zu Zerstörung der Kristallstruktur führen, was zu Weichheit oder sogar zur Verformbarkeit des Metalls führt. Dies kann insbesondere bei hohen Temperaturen und langen Wärmebehandlungen auftreten.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Interstitielle Fremdatomverzerrung zu kontrollieren, ist es wichtig, eine sorgfältige Auswahl der Schweißmaterialien und -prozesse vorzunehmen. Bei hohen Temperaturen und langen Wärmebehandlungen sollte die Konzentration von Kohlenstoff und Stickstoff im Metallgitter minimiert werden. Dies kann durch die Wahl des passenden Schutzgases und der korrekten Schweißparameter erreicht werden.