Inverse Schwerkraftseigerung
Inverse Schwerkraftseigerung ist eine anomale Verteilung von Legierungskomponenten entgegengesetzt zur Schwerkraftrichtung während des Erstarrens, verursacht durch Volumenkontraktion und Strömungseffekte in der Restschmelze. Dies führt zu ungleichen Spannungen und kann zu Rissen oder Verformungen führen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Inverse Schwerkraftseigerung tritt auf, wenn die Legierungskomponenten während des Erstarrens nicht gleichmäßig verteilt werden. Dies geschieht oft durch Volumenkontraktion und Strömungen in der verbleibenden Restschmelze. Die Komponenten sammeln sich an bestimmten Stellen, was zu ungleichen Spannungen führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Inverse Schwerkraftseigerung kann zu Rissen und Verformungen in der gefertigten Werkstoffnaht führen. Diese können besonders dann auftreten, wenn die Schmelzzeit zu kurz ist oder die Temperatur nicht optimal eingestellt ist. Die Spannungen können auch das Gefüge beeinträchtigen und die Festigkeit reduzieren.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Inverse Schwerkraftseigerung zu vermeiden, sollte die Schmelzzeit ausreichend lang sein, um eine gleichmäßige Verteilung der Legierungskomponenten zu gewährleisten. Die Temperatur sollte so eingestellt werden, dass keine ungleichen Spannungen entstehen. Bei schweren Werkstoffen oder bei hohen Spannungseinspannungen ist es besonders wichtig, die Schmelzzeit und -temperaturen genau zu kontrollieren.