Ionisationsenergie-Absenkung durch Argon-Helium-Mischungen
Die physikalische Beeinflussung der Plasmasäule durch Zugabe von Helium zu Argon, wodurch die zum Ladungsträgeraustausch benötigte Spannung steigt und ein energiereicheres, breiteres Temperaturprofil im Lichtbogen erzeugt wird. Dies führt zu einer verbesserten Wärmeeinbringung in den Grundwerkstoff.
Argon-Helium-Gemische nutzt du, wenn du mehr Wärme in den Lichtbogen bringen willst als mit reinem Argon. Das Helium macht den Bogen heißer und breiter, was vor allem bei dicken Blechen oder gut wärmeleitenden Werkstoffen wie Kupfer oder Aluminium hilfreich ist. Der höhere Wärmeeintrag verbessert das Aufschmelzen und reduziert die Gefahr von Bindefehlern. Pass aber auf: Mit Helium wird der Lichtbogen auch aggressiver und die Schweißnaht kann flacher werden. Fang mit einer niedrigeren Helium-Zumischung an und steigere sie erst, wenn du siehst, dass das Grundmaterial sauber aufschmilzt.