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Kaltauslagern

Kaltauslagern ist der Prozess, bei dem sich in einer lösungsgeglühten Legierung über einen längeren Zeitraum Raumtemperatur Ausscheidungsbildungen bilden. Dies führt zu einer Steigerung der Festigkeit und zur Vergröberung des Gefüges.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Bei Kaltauslagern bildet sich in der Legierung über einen längeren Zeitraum Raumtemperatur Ausscheidungsbildungen. Dies geschieht durch die Ausbildung von Metallkristallen, die sich langsam aus der lösungsgeglühten Phase kristallisieren.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Kaltauslagern erhöht die Festigkeit und Zähigkeit der Legierung, indem es das Gefüge vergröbert. Dies kann jedoch auch zu einer erhöhten Anfälligkeit für Risse und Körnung führen, wenn nicht korrekt kontrolliert wird. Zu schnelles Kaltauslagern kann zu glasharter Martensit führen, was die Härte erhöht aber gleichzeitig die Dauerhaftigkeit verringert.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um Kaltauslagern erfolgreich einzuleiten und zu kontrollieren, ist es wichtig, die Schweißnaht langsam abzukühlen. Dies kann durch die Verwendung von Kühlwasser oder speziellen Kühlmatrizen erreicht werden. Die Kühldauer sollte so eingestellt sein, dass das Gefüge ausreichend Zeit hat, sich zu vergröbern und gleichzeitig nicht zu schnell abkühlt, was zu glasharter Martensit führen kann. Empfohlene Kühlzeiten variieren je nach Legierung, aber in der Regel sollten sie zwischen 10 und 30 Minuten liegen.

MetallurgieSchweißtechnik

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