Kaltbruch
Versprödung des Werkstoffs bei niedrigen Temperaturen, oft hervorgerufen durch hohe Phosphorgehalte. Die Schlagzähigkeit fällt stark ab, sodass Bauteile bei Raum- oder Tieftemperatur spröd brechen.
Kaltbruch heißt: Der Stahl ist bei niedriger Temperatur nicht mehr zäh, sondern bricht schlagartig, fast ohne sich zu verformen. Schuld sind oft spröde Gefüge wie Martensit oder Verunreinigungen wie Phosphor, die sich an den Korngrenzen sammeln. Dazu kommen Eigenspannungen vom Schweißen – das Ganze kann dann ohne Vorwarnung reißen.
Achte deshalb auf den Werkstoff, gerade bei dicken Blechen und tiefen Temperaturen. Wärm den Grundwerkstoff vor, wenn es der Stahl verlangt, und lass die Schweißnaht nicht zu schnell abkühlen. Wenn nötig, glüh die Spannung raus. Und denk dran: Was im Sommer hält, kann im Winter brechen – also nicht auf die Übergangstemperatur vergessen.