Kaltmetall-Transfer-Prozesskinematik
Der CMT-Prozess (Cold Metal Transfer) verwendet mechanische Energie, um den Schweißdraht zu trennen und einen Tropfen zu formen. Dies minimiert den Wärmeeintrag und ermöglicht das Fügen verschiedener Werkstoffe.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der CMT-Prozess nutzt eine mechanische Rückwärtsbewegung des Schweißdrahtes, um einen Tropfen zu trennen und zu formen. Dies geschieht durch die Koppelung einer thermischen Energiequelle mit einer hochdynamischen Bewegung am Kurzschlussbeginn.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Der CMT-Prozess minimiert den Wärmeeintrag und verhindert das Verschmelzen des Drahtes. Dies ist besonders vorteilhaft für die Fügung von unterschiedlichsten Werkstoffkombinationen wie Stahl mit Aluminium. Ein unkorrekt eingestellter Prozess kann zu ungleichmäßigen Schweißnahtsabständen oder fehlenden Tropfen führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um den CMT-Prozess erfolgreich einzurichten, müssen folgende Parameter eingehalten werden:
• Mechanische Bewegungsgeschwindigkeit: 10-20 m/s
• Thermische Energiequelle: 300-500 W
• Kurzschlusszeit: 0,5-1 ms
Diese Einstellungen sorgen für eine präzise Tropfentrennung und ein homogenes Gefüge der Schweißnaht.