Kaltmetall-Transfer-Reversierzyklus
Der Kaltmetall-Transfer-Reversierzyklus ist der Prozess, bei dem der Schweißdraht während des CMT (Cold Metal Transfer) zurückgezogen wird, um den Werkstoffkurzschluss zu entlasten und einen spritzerfreien Tropfenübergang zu gewährleisten. Dies verbessert die Qualität der Schweißnaht.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Kaltmetall-Transfer-Reversierzyklus bezieht sich auf die Rückzugsbewegung des Schweißdrahtes während des CMT-Prozesses. Diese Rückzugsbewegung sorgt dafür, dass der Werkstoffkurzschluss thermisch entlastet wird. Dadurch wird das Material geschmolzen und kann in einem spritzerfreien Tropfenübergang auf den Werkstücken platziert werden.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein fehlerhafter Kaltmetall-Transfer-Reversierzyklus kann zu verschiedenen Problemen führen. Ein zu kurzer oder zu schneller Rückzug kann dazu führen, dass der Tropfen nicht vollständig abgegeben wird und Porenbildung verursacht. Ein zu langer oder langsamer Rückzug kann zu spritzern und ungleichmäßiger Schweißnaht führen. Darüber hinaus kann ein fehlerhafter Zyklus die Festigkeit der Schweißnaht beeinträchtigen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um einen erfolgreichen Kaltmetall-Transfer-Reversierzyklus sicherzustellen, müssen folgende Werte eingehalten werden:
• Rückzugszeit: 10 bis 20 ms
• Rückzugsstrecke: 0,5 bis 1 mm
• Schmelzzeit: 30 bis 40 ms
Diese Werte müssen genau eingehalten werden, um einen spritzerfreien Tropfenübergang und eine hohe Qualität der Schweißnaht zu gewährleisten.