Kaltpress-Strangschweißen
Kaltpress-Strangschweißen ist ein Raumtemperaturverfahren, das durch plastische Deformation frische Metalloberflächen metallurgisch verbindet. Es vermeidet thermisch bedingte Gefügeänderungen und bildet eine festen Verbindung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Kaltpress-Strangschweißen nutzt die plastische Fließfähigkeit von Metallen unter Raumtemperaturbedingungen. Durch das Drücken von Strangen werden die Oberflächen metallurgisch verbunden, ohne dass thermische Prozesse wie Schmelzen oder Verhärtung auftreten.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Dieses Verfahren ist besonders bei hochfesten Stählen und Werkstoffen mit geringer Dehnfähigkeit geeignet. Es vermeidet die Gefahr von Heißrissen und thermisch bedingten Verformungen, die bei herkömmlichen Schweißverfahren auftreten können. Allerdings kann eine unzureichende Druckung oder eine zu hohe Spannung zu Splittern oder Zerbrüchen führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Für Kaltpress-Strangschweißen ist ein spezielles Gerät erforderlich, das den Druck auf die Stränge kontrolliert. Die Druckspannung sollte je nach Material und Anwendung angepasst werden. Eine typische Druckspannung liegt bei 50 bis 200 N/mm². Es ist wichtig, dass die Stränge sauber und glatt sind, um eine optimale Verbindung zu gewährleisten.