Kaltrißbildung
Kaltrißbildung ist ein Spannungsriss im abgekühlten Gefüge, der durch diffundierenden Wasserstoff und aufhärtbares Mikrogefüge begünstigt wird. Dies führt zu rissenfälligen Schweißnahtsgebieten.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Kaltrißbildung entsteht, wenn Wasserstoff in das Metall diffundiert und sich während des Abkühlens an den Gefügegrenzen konsolidiert. Dies erzeugt Spannungen, die zu Rissen führen können.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Kaltrißbildung kann zu rissenfälligen Schweißnahtsgebieten führen, insbesondere in aufhärtbaren Stählen wie Martensit. Dies erhöht die Gefahr von Heißrissen und vermindert die mechanischen Eigenschaften der Verbindung.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Kaltrißbildung zu minimieren, sollten bei der Schweißung:
• Wasserstofffreie Schutzmittel verwendet werden,
• eine langsame Abkühlung des Gefüges gewährleistet sein,
• die Kohlenstoffgehaltung im Metall reduziert werden.
Ein typisches Ziel ist eine t8/5-Zeitspanne von mindestens 10 Sekunden, um das Wachstum von Kaltrißen zu verhindern.