Kaltverfestigung
Kaltverfestigung erhöht die Festigkeit und Härte von Metallen durch plastische Verformung unterhalb der Rekristallisationstemperatur. Das Gefüge bleibt unverändert.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Unterhalb ihrer Rekristallisationstemperatur verformt sich das Metall plastisch, ohne dass es neues Kristallgitter bildet. Dies führt zu einer erhöhten Anzahl von Dehnungsspalten im Gefüge.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Kaltverfestigung kann die Härte und Festigkeit der Schweißnaht erhöhen, was ihre mechanischen Eigenschaften verbessert. Allerdings kann sie auch zu Heißrissen führen, wenn das Metall zu stark verformt wird. Dies ist besonders bei hochfestigen Stählen ein Risiko.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwende Kaltverfestigung, um die mechanischen Eigenschaften von Schweißnahtsgebieten zu verbessern. Achte darauf, dass das Metall nicht übermäßig verformt wird, um Heißrisse zu vermeiden. Empfehlenswert sind Verformungen zwischen 1% und 5%. Bei hochfestigen Stählen ist eine sorgfältige Kontrolle der Verformung unerlässlich.