Kapillare Steighöhe
Die kapillare Steighöhe ist die maximale Höhe, zu der eine Flüssigkeit in einen engen Spalt vordringt. Sie hängt von Oberflächenenergie und Dichte ab.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die kapillare Steighöhe beschreibt, wie hoch eine Flüssigkeit in einen engen Spalt vordringen kann. Dieser Effekt entsteht durch die Oberflächenkräfte zwischen der Flüssigkeit und den Materialien des Spalts. Je kleiner der Spalt und je höher die Oberflächenenergie der Flüssigkeit, desto weiter vordringt sie.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Bei der Fügung von Stählen kann die kapillare Steighöhe das Verhalten des Lotschmelzes beeinflussen. Ein zu großer Spalt kann zu Porenbildung führen, da das Lot nicht vollständig ausfüllen kann. Dies kann die Festigkeit und die Zähigkeit der Fügung beeinträchtigen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um eine optimale Fügung sicherzustellen, ist es wichtig, den Spalt so eng wie möglich zu halten, ohne dass er zu schmal wird. Dies kann durch die richtige Wahl der Schweißtechnik und des Fügekonstruksionsdesigns erreicht werden. Ein großer Spalt sollte vermieden werden, da das Lot nicht vollständig ausfüllen kann und Porenbildung entstehen kann.