Kapillaritätswirkung
Die Kapillaritätswirkung ist das Aufsteigen oder Eindringen von Flüssigkeiten in enge Spalten aufgrund der Oberflächenspannung und Benetzungsfähigkeit. Dies kann zu Porenbildung führen, wenn die Flüssigkeit nicht vollständig abgetrocknet.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Kapillaritätswirkung tritt aufgrund der Oberflächenspannung und der Benetzungsfähigkeit von Flüssigkeiten in enge Spalten oder Rissen auf. Die Oberflächenspannung zieht die Flüssigkeit an, sodass sie sich selbstständig nach oben bewegt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Bei der Schweißung kann Wasser oder andere Flüssigkeiten in enge Spalten oder Risse eindringen und dort aufsteigen. Dies führt zu Porenbildung, die die Festigkeit und Zähigkeit der Schweißnaht beeinträchtigen. Poren können auch Heißrissen und Korrosion verursachen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Kapillaritätswirkung zu minimieren, sollten bei der Schweißung:
• Die Schmelznaht sauber gereinigt werden, um enge Spalten oder Risse zu entfernen.
• Der Schmelzbad geschlossen und gut abgedeckt sein, um Wasser und andere Flüssigkeiten aus dem Bereich zu schützen.
• Die Abkühlung kontrolliert erfolgen, um die Bildung von Poren zu verhindern.