Kapillarspalt-Toleranz
Der maximale erlaubte Spalt zwischen zwei Metallteilen, um eine starke Verbindung durch Kapillarkräfte zu gewährleisten. Zu große Spalte führt zu Bindefehlern.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Kapillarspalt-Toleranz bezieht sich auf die maximale erlaubte Spaltbreite zwischen zwei Metallteilen, um eine starke Verbindung durch Kapillarkräfte zu gewährleisten. Diese Kräfte treten aufgrund der Oberflächenspannung und des Wasserdampfes in den Spalt ein und binden die Teile zusammen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine zu große Kapillarspalt-Toleranz führt zu Bindefehlern, da der Wasserdampf nicht ausreichend in den Spalt eindringt. Dies kann zu schlechten Verbindungen und Rissen im Fügeleiter resultieren. Ein zu kleiner Spalt hingegen kann zu Überdruck und Schäden an der Oberfläche führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Die Kapillarspalt-Toleranz sollte genau eingehalten werden, um optimale Verbindungen zu gewährleisten. Bei einer Spaltbreite von 0,1 bis 0,2 mm ist eine gute Ausgangsposition. Bei speziellen Materialien oder bei hohen Spannungsversuchen kann die Toleranz geringer sein (bis 0,05 mm). Es ist wichtig, die Fügeleiter vor dem Schweißen sauber zu bereinigen und das Metall trocken zu halten.