← Glossar

Kehlnaht

Eine Schweißnahtverbindung im Eckbereich von zwei rechtwinklig zueinander stehenden Bauteilen. Sie erfordert im Gegensatz zur Stumpfnaht meist keine besondere Kantenanarbeitung.

Eine Kehlnaht verbindet zwei Bauteile, die im rechten Winkel oder in einer T-Form zueinander stehen. Du schmilzt die Kanten und den Zusatzwerkstoff auf, das Schmelzbad füllt die Ecke und erstarrt zu einer dreieckigen Naht. Die tragende Größe ist die Nahtdicke, das sogenannte a-Maß – das ist die Höhe des gedachten gleichschenkligen Dreiecks in der Naht. Die Kraft wird über Schubspannungen in dieser Fläche übertragen.

Pass auf, dass du die Naht nicht zu kalt und zu schnell schweißt, sonst hast du Bindefehler in der Wurzel. Die Naht sieht dann gut aus, trägt aber nichts. Genauso kritisch ist eine zu geringe Nahtdicke oder Einbrandkerben an den Nahtkanten – da reißt es dir unter Last auf. Bei dicken Blechen musst du auf die Wärmeeinbringung achten, damit die Wärmeeinflusszone nicht zu hart und rissanfällig wird.

Halte die Fügeflächen sauber von Rost, Öl und Zunder, und schweiße mit ruhiger Hand. Die Elektrode oder der Brenner sollte so geführt werden, dass beide Kanten gleichmäßig aufgeschmolzen werden. Für große Nahtquerschnitte nimm mehrere Lagen, dann bleibst du im Verzug und in der Wärme kontrolle.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.