Kehlnaht-Halsdicke
Die Kehlnaht-Halsdicke ist die maximale Tiefe eines rechtwinkligen Dreiecks in der Schweißnaht. Sie bestimmt die Tragfähigkeit und Härte der Verbindung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Kehlnaht-Halsdicke (KHD) ist eine geometrische Kenngröße, die die maximale Tiefe eines rechtwinkligen Dreiecks in der Schweißnaht angibt. Sie beeinflusst direkt die Festigkeit und Härte der Verbindung.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine zu kleine KHD kann zu Zerbrechlichkeiten und Rissen führen, da die Verbindung nicht ausreichend stabil ist. Eine zu große KHD erhöht die Härte und kann zu Heißrissen oder Verschmelzungen führen, wenn der Schweißprozess nicht korrekt gesteuert wird.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Die KHD sollte zwischen 0,5 mm und 1,0 mm liegen, abhängig vom verwendeten Material und der gewünschten Härte. Bei Stählen mit hohem Kohlenstoffgehalt (z.B. HSS) sollte die KHD nicht über 0,8 mm sein, um Heißrisse zu vermeiden. Bei niedrigeren Kohlenstoffgehalten kann die KHD bis zu 1,0 mm sein.