Kehlnahtgeometrie
Die Kehlnahtgeometrie beschreibt die Form und Größe einer dreieckigen Schweißnaht, bestehend aus zwei im Winkel zueinander stehenden Bauteilen. Sie wird durch die Schenkellänge und die Nahtdicke definiert.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Kehlnahtgeometrie beeinflusst, wie sich das Metall während des Schweißvorgangs verformt. Die Schenkellänge und die Nahtdicke bestimmen die Spannungsaufteilung und die Verformung der Bauteile.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine unkorrekte Kehlnahtgeometrie kann zu Spannungsbündeln führen, was zu Rissen oder Heißrissen im Material resultiert. Zu kurze Schenkellänge kann das Verformungsgleichgewicht stören und zu fehlenden Schweißvolumen führen. Eine zu dicke Nahtdicke erhöht die Spannung auf den Bauteilen und kann zu Zerstörungen der Metallstruktur führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um eine optimale Kehlnahtgeometrie sicherzustellen, sollten folgende Werte beachtet werden: Eine Schenkellänge von mindestens 1,5 bis 2 Mal der Nahtdicke ist empfehlenswert. Die Nahtdicke sollte dem gewählten Schweißverfahren und den Bauteilmaterialien angepasst sein. Bei Stahlbauteilen sollten die Werte zwischen 1,5 mm und 3 mm liegen.