Kohärente Phasengrenze
Nahtloser Übergang zwischen zwei Kristallgittern ohne Unterbrechung der Atomebenen, verbunden mit elastischen Gitterverzerrungen.
Eine kohärente Phasengrenze entsteht, wenn zwei Kristallgitter nahtlos ineinander übergehen, ohne dass eine sichtbare Grenzfläche dazwischenliegt. Das Ganze wird über elastische Verzerrungen im Gitter stabilisiert.
Für die Schweißpraxis heißt das: Wenn die Abkühlung und die Wärmeführung passen, bekommst du eine saubere, feste Verbindung. Läuft der Prozess aber schief, zum Beispiel durch zu schnelles Abkühlen, dann bildet sich diese Grenze nicht richtig aus – das Teil wird spröde oder verzieht sich.
Du musst also die Abkühlung im Griff haben. Zu hektisch abkühlen ist der Klassiker, der dir die Kohärenz versaut. Lieber kontrolliert abkühlen lassen, dann bleibt die Naht stabil und rissfrei.