Kohärenzverlust-Ausscheidung
Der Übergang von einer gitterangepassten zu einer gitterunabhängigen Ausscheidungsphase bei fortschreitendem Partikelwachstum sinkt die durch Gitterverzerrung erzeugte Härte.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Bei der Schweißprozessbildung entstehen zunächst gitterangepasste Ausscheidungsphasen, die mit dem Kristallgitter des Metalls übereinstimmen. Mit zunehmendem Partikelwachstum kann sich diese Phase in eine gitterunabhängige Ausscheidung umwandeln, bei der das Gitter nicht mehr perfekt ausgerichtet ist.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein Kohärenzverlust-Ausscheidung führt zu einer Reduzierung der Härte und des Festigkeitsgrades der Schweißnaht. Dies kann zu einem erhöhten Anfall von Rissen und zur Vergröberung des Gefüges führen, was die mechanische Stabilität beeinträchtigt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Kohärenzverlust-Ausscheidungen zu vermeiden, ist es wichtig, die Schweißparameter wie Temperatur und Zeit sorgfältig zu kontrollieren. Bei hochharten Stählen kann eine schnelle Kühlung (kurze t8/5-Zeit) helfen, um das Gitterverzerrung zu minimieren. Bei niedrharten Stählen ist eine langsame Kühlung (lange t8/5-Zeit) sinnvoll, um die Ausscheidungsphasen gitterabhängig zu halten.