Kohlendioxid-Schutzgas
Kohlendioxid-Schutzgas wird beim MAG-Schweißen von unlegierten Stählen verwendet, um tiefe Einbrände zu verhindern. Es dissoziiert im Lichtbogen und führt zu mehr Spritzern.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Kohlendioxid-Schutzgas (CO2) wird bei MAG-Schweißen in den Lichtbogen eingesprayed. Hier dissoziiert es in Kohlenstoff und Sauerstoff. Der Sauerstoff reagiert mit dem Eisenspalt und bildet Eisensauerstoff, der die Einbrände verhindert.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Verwendung von CO2-Schutzgas kann zu tiefen Einbränden führen, wenn das Gas nicht korrekt dosiert wird. Dies kann zu unvollständiger Schweißfüllung und Rissen im Material führen. Darüber hinaus erhöht die Spritzbildung die Spannungen in der Schweißnaht und kann zu Heißrissen oder Vergröberung des Gefüges führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwenden Sie CO2-Schutzgas bei MAG-Schweißen von unlegierten Stählen mit einer Dosierung von 10-15 l/min. Achten Sie darauf, dass die Gasflussrate und der Schweißstrom korreliert sind. Eine zu hohe Gasflussrate kann zu tiefen Einbränden führen, während eine zu niedrige Rate zu unvollständiger Füllung und Rissen resultiert.