Kohlendioxidkorrosion
Kohlendioxidkorrosion ist eine Flächenkorrosion von Metallen in wässrigen Medien, die durch gelöstes Kohlendioxid verursacht wird. Sie bildet poröse Eisenkarbonatschichten und führt zu Abtrag.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Kohlendioxid (CO2) löst sich in Wasser auf und bildet Schwefelsäure (H2SO4). Diese reagiert mit Eisenerz (Fe), um Eisenkarbonat (FeCO3) zu bilden. Dieser Prozess verursacht einen chemischen Abtrag des Metalls.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Kohlendioxidkorrosion kann in wässrigen Umgebungen auftreten, wie in Kühlwasser- oder Heißwassersystemen. Sie führt zu einem abtragsvollen und porösen Metallgefüge, was die mechanische Festigkeit und den Lebensdauer der Bauteile reduziert. In der Schweißwerkstatt kann sie zu Verunreinigungen des Schmelzbauds und zur Bildung von Poren in der Schweißnaht führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Kohlendioxidkorrosion zu vermeiden, sollten Metalle vor dem Schweißen gründlich gereinigt werden. Verwenden Sie eine korrekte Desoxidation im Schmelzbad und achten Sie auf einen sauberen Schweißprozess. Bei wässrigen Umgebungen ist es wichtig, das System regelmäßig zu reinigen und die pH-Wertung des Wassers zu überwachen.