Kohlenstoffäquivalent (CEV / CET)
Der Kohlenstoffäquivalent (CEV / CET) ist eine Summe, die den Einfluss von Kohlenstoff und anderen Elementen auf die Härtbarkeit eines Stahls quantifiziert. Er hilft bei der Auswahl geeigneter Schweißverfahren.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Kohlenstoffäquivalent (CEV / CET) berechnet sich durch die Addition des Kohlenstoffgehalts und eines Faktors für andere Elemente wie Silicium, Molybdän, Nickel usw. Diese Summe gibt an, wie stark der Stahl hart wird.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu hoher CEV führt zu einem stärkeren Gefüge und erhöht die Anfälligkeit für Heißrisse und Zähne. Ein niedriger CEV kann zu weicherem Stahl führen, was zu Spannungsauflösung und Korrosion gefährdet sein kann.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Beim Schweißen von Stählen mit hoher CEV (z.B. > 0,8 %) verwenden Sie tiefe Verformungsschweißverfahren wie MIG oder TIG und achten auf eine langsame Kühlung. Bei niedriger CEV (z.B. < 0,4 %) bevorzugen Sie flüssige Schweißverfahren wie CO2-Schweißen und vermeiden starkes Verformen.