Kohlenstoffäquivalent nach Dearden-Ando
Der Kohlenstoffäquivalent nach Dearden-Ando ist ein Kennwert zur Schätzung der Kaltrißneigung un- und niedriglegierter Stähle beim Schweißen. Er berücksichtigt den Kohlenstoffgehalt sowie legierende Elemente und gibt an, wie hoch die maximale Härte in der Wärmeeinflußzone wird.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Kohlenstoffäquivalent nach Dearden-Ando berechnet sich auf Basis des Kohlenstoffgehalts und legierenden Elementen wie Nikkel, Chrom und Molybdän. Er gibt an, wie hoch die maximale Härte in der Wärmeeinflußzone beim Schweißen werden kann.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein hoher Kohlenstoffäquivalent erhöht die Gefahr von Kaltriß und Heißrissen. Bei zu hohem Kohlenstoffgehalt (über 0,7 %) kann das Gefüge zu glasharter Martensit vergröbert werden, was die Schweißnaht rissanfällig macht. Ein niedriger Kohlenstoffäquivalent verringert diese Gefahr.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Bevor du schweißt, berechne den Kohlenstoffäquivalent nach Dearden-Ando. Für Stähle mit einem Kohlenstoffäquivalent über 0,7 % solltest du eine langsame Kühlmethode anwenden (z.B. Wärmetauscher) und die Schweißnaht kontinuierlich Kühlung erhalten. Bei niedrigeren Werten ist eine schnelle Kühlmethode in Ordnung.