Kohlenstoffäquivalent nach Dearden und O'Neill
Der Kohlenstoffäquivalent nach Dearden und O'Neill gibt an, wie stark ein Stahl aufhärtet und kälterissgefährdet ist. Er hilft bei der Auswahl des richtigen Schweißverfahrens.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Kohlenstoffäquivalent (CE) berechnet die Summe von Kohlenstoff und anderen Elementen wie Nikkel, Chrom, Molybdän und Niob. Diese Zusätze beeinflussen die Aufhärtung und das Gefüge des Stahls.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein hoher CE führt zu einer stärkeren Aufhärtung und erhöht die Anfälligkeit für Heißrisse. Bei niedrigem CE bleibt der Stahl weicher, was bei feinen Gefügen hilfreich ist, aber möglicherweise zu wenig Festigkeit bietet.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Für Stähle mit einem CE über 0,4% ist eine langsame Kühlmethode (z.B. nach dem Schweißen in einen Ofen) erforderlich, um Heißrisse zu vermeiden. Bei niedrigem CE kann die Kühlmethode schneller sein, aber man muss auf ausreichende Festigkeit achten.