Kohlenstoffäquivalent nach International Institute of Welding
Der Kohlenstoffäquivalent (CE) ist eine Kennzahl zur Schätzung der Kaltrißneigung un- und niedriglegierter Stähle. Er berücksichtigt das prozentuale Gehalt von Kohlenstoff, Silicium, Chrom, Molybdän und Niob. Ein hoher CE-Wert führt zu einer stärkeren Härte und erhöht die Anfälligkeit für Kaltriß.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Kohlenstoffäquivalent (CE) berechnet sich auf Basis des prozentualen Gehalts von Kohlenstoff, Silicium, Chrom, Molybdän und Niob. Diese Elemente beeinflussen das Gefüge und die Härte des Stahls. Ein hoher CE-Wert führt zu einer stärkeren Härte und erhöht die Anfälligkeit für Kaltriß.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu hohes Kohlenstoffäquivalent kann zur Entwicklung von Kaltrißen führen, insbesondere in der Wärmeeinflusszone. Dies kann zu Rissen und Verformungen im Schweißverband führen. Darüber hinaus erhöht sich die Härte des Materials, was das Schweißen erschweren und die mechanische Bearbeitung erschweren kann.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Kaltriße zu vermeiden, sollte der CE-Wert im Schweißverband unter 0,75 % liegen. Bei einem höheren Wert ist eine spezielle Behandlung oder ein anderes Material erforderlich. Stellen Sie sicher, dass die Schweißnaht langsam abkühlt und das Gefüge nicht zu stark gehärtet wird.