← Glossar

Kohlenstoffpegel

Der Kohlenstoffpegel gibt an, wie viel Kohlenstoff in einem Eisenschmelzbad gelöst ist. Ein hoher Kohlenstoffpegel erhöht die Härte und Festigkeit des Stahls, kann aber zu Heißrissen führen.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Der Kohlenstoffpegel in der Ofenatmosphäre bestimmt, wie viel Kohlenstoff in den Eisenschmelz gelöst wird. Kohlenstoff löst sich im flüssigen Schmelzbad an und bildet dabei Moleküle mit dem Eisen. Dieser Prozess beeinflusst die chemische Zusammensetzung des Stahls.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Ein hoher Kohlenstoffpegel erhöht die Härte und Festigkeit des Stahls, was für spezielle Anwendungen nützlich sein kann. Allerdings führt ein zu hohes Kohlenstoffgehalt zu einer erhöhten Gefahr von Heißrissen und Verschmelzungsrissen in der Schweißnaht. Ein niedriger Kohlenstoffpegel dagegen kann die Härte reduzieren, was für eine bessere Formbarkeit hilfreich sein kann.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um den gewünschten Kohlenstoffpegel zu erreichen, muss der Ofenatmosphäre das richtige Kohlenstoffquellenmaterial hinzugefügt werden. Dies kann z.B. durch die Verwendung von Steinkohle oder Gas als Brennstoff erfolgen. Die Temperatur und Dauer des Schmelzprozesses müssen ebenfalls genau gesteuert werden, um den gewünschten Kohlenstoffpegel zu erreichen. Ein Kohlenstoffpegel zwischen 0,2% und 1,5% ist in der Regel geeignet für die meisten Stahlarten.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.